Da der Sächsische
Weinwanderweg die Stadt Meißen rechtselbisch passiert, soll allen
Gästen, die die altehrwürdige Stadt noch nicht kennen, Gelegenheit gegeben
werden,
diese in einem besonderen Stadtbummel kennen zu lernen. Diese kurze
Empfehlung ersetzt für kunsthistorisch Interessierte nicht einen
ausführlichen Stadtführer (Gehzeit etwa 1,5 h).
- Hauptbahnhof im
Stadtteil Cölln
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Stadtteil Cölln
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Durch Funde schon ab 12. Jh. belegt, als Colonia 1233 erstmalig
urkundlich erwähnt, zwei Siedlungskerne um einen Rundling am heutigen
Lutherplatz und am 1487 errichteten Rittergut, Dresdner Str. 24 b
(heutige Gebäude von 1710); auf frühen Weinbau deutet die im 13.Jh.
errichtete Kirche St. Urban (Schutzpatron der Winzer und des Weinbaus,
heutiger Bau von 1691-1701)
Nach Füllung des linkselbischen Siedlungsraumes starke Expansion,
einhergehend mit Industrialisierung, insbesondere nach
Eisenbahnanschluss 1860, seit 1901 Stadtteil von Meißen; Hauptbahnhof
1929 von W. Kreis
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Blick auf die vom Burgberg gekrönte Meißner Altstadt |
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Meißner Altstadt
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Unterhalb der von König Heinrich I. nach Eroberung des Sorbengaus
Daleminze als zentraler Stützpunkt zur Sicherung des Gebietes und
weiteren weltlichen und kirchlichen Ostkolonisation angelegte Burg Misni
konnte sich frühzeitig eine Marktsiedlung entwickeln, die wohl schon
Ende 12.Jh.(1332 belegt) Stadtrecht erhielt. Drei Klöster und der
Bischofsitz sorgten frühzeitig für die Einführung des Weinbaus in der
Nähe der Burg und an allen südexponierten Hängen des Triebisch- und
Meisatales. Nach der Reformation 1539 wurden die Klöster aufgelöst und
zum Teil in Schulen umgewandelt; das Kloster „Zum Heiligen Kreuz“
verfiel. Das Tuchmachergewerbe und ab 1710 die Porzellanherstellung
waren Ausgangspunkt einer vielseitigen industriellen Entwicklung, die
nach Besiedlung des begrenzten linkselbischen Raumes mit mehrfachem
Brückenschlag auf die rechtselbischen Gemeinden Niederfähre, Cölln und
Niederspaar übergriff. Die gesamte Altstadt ist Denkmalschutzgebiet.
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- die Obergasse entlang
- rechts in den Plossenweg
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Stadtrundgang abkürzen
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Wer nicht die Porzellanmanufaktur und die gotische
Nikolaikirche anschauen möchte:
- hier
über den Hahnemannsplatz direkt zum Roßmarkt
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- und nach wenigen Metern links in den Neumarkt
einbiegen
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Um 1250 als außerhalb der Stadt gelegener Markt, für die zum Teil
jüdische Vorstadt gegründet. Einziges interessantes Gebäude das blaugrün
geflieste Gebäude einer ehemaligen Keramikfabrik |
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- Linkerhand im Stadtpark die Nikolaikirche:
erbaut nach 1150 als Kirche der Neumarktsiedlung, Umgestaltung nach
Brand 1429, 1923-29 als Gedenkstätte für die Gefallenen des
1.Weltkrieges mit Innenausstattung aus Meißner Porzellan umgestaltet
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- auf der Kerstingstraße die Triebisch
überqueren
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zur Talstraße
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Abstecher zur Porzellanmanufaktur
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- links etwa 200 m weiter auf der linken Seite
- Nr. 9, 1863 hierher von der Albrechtsburg umgezogen; interessante
Schausammlung und Schauwerkstatt
- Nach der Besichtigung die Talstraße zurück
- links in die Rauentalstraße
- drei ehemalige Weingüter und Winzerhäuser Nrn.50, 58 und 72
- an einer Gabelung halblinks auf "Am Steinberg" weiter stadtwärts
- vorbei am
Müllerschen Weinberg (links)
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- rechts abbiegen
- nach dem Nikolaisteg geht die Talstraße in die Neugasse
über
- aus dieser bald links in die Görnische Gasse abbiegen
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die Görnische Gasse entlang bis zur Fleischergasse, der wir rechts bis
zum Roßmarkt folgen
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den Müllerschen Weinberg und die Justusstufen links liegen lassen |
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- Denkmal des Stadtgründers
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Stadtmuseum
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Mitte 13. Jh. Gründung des Franziskanerklosters, 1539 durch die
Reformation aufgelöst und in die städtische Lateinschule umgewandelt,
die 1855-57 durch A. Schramm die neogotische Rote Schule als Domizil
erhält; Kirche nach mehrfachen baulichen Änderungen ab 1934
Stadtmuseum
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- Markt mit Rathaus und Frauenkirche
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Markt
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Neben Marktapotheke, Hirsch- und Bennohaus (und Touristinformation) ist
vor allem das Rathaus von 1472 beachtenswert; in der Südwest-Ecke die
Frauenkirche (erstmals 1205 erwähnt, heutiges Gebäude 1450-1500, seit
1929 mit Glockenspiel aus Meißner Porzellan, lohnende Turmbesteigung)
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- Nr. 12 Romantikrestaurant „Vincenz Richter“:
1523 als Zunfthaus der Tuchmacher erbaut, im 30jährigen Krieg
abgebrannt und später nach altem Vorbild erneuert, Nutzung als
Herberge, 1838 Branntwein- und Braurecht mit Ausschank
- Tuchmachertor um 1600 von der Innung als Eingang zum Friedhof
errichtet
- Nr. 2 Brauhaus 1569-71 mit wertvollem Portal
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- diese hinauf zum Seelensteig, dem wir rechts folgen auf die
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oben schöner Rückblick auf die Frauenkirche |
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- Nr. 12 Wohnhaus von Ende 15. Jh.
- Nr. 11 Gebäude mit Portal von 1485
- Nr. 10 Gaststätte „Domherrenhof
- Nr. 7 Afranische Pfarre, 14.-17. Jh.
- Nr. 6 Jahnscher (Domherren-)Hof 1346, 1780 umgebaut
- Nr. 2 Burglehen, ursprünglicher Bau aus dem 14.Jh. im
Dreißigjährigen Krieg zerstört, 1649 wieder aufgebaut, 1743 erweitert;
1828-35 Wohnsitz des Malers Ludwig Richter (als Lehrer der
Porzellanmaler), 1914 umgebaut
- Nr.1 Jahnaischer Hof, spätgotisch, 1609/10 umgebaut
(Sitznischenportale)
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St. Afra-Kirche
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als Pfarrkirche nach Mitte 11.Jh errichtet, ab 1205 Kirche des
Augustinerklosters; übrige Klostergebäude nach der Reformation 1539
in eine Fürstenschule (G. E. Lessing und Ch. F. Gellert als
berühmteste Schüler), in der DDR in eine LPG-Hochschule, danach zum
Hotel nun wieder zur Eliteschule („Sächsisches Landesgymnasium“)
umgewandelt.
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- Nr.10 Standort des ehemaligen Markgrafenschlosses
- Nrn. 4-9 ehemalige Kapitel- oder Kurienhäuser
- Nr. 9 Domkeller 1470 (älteste Meißner Gaststätte, schöne Terrasse
mit Blick auf die Altstadt)
- Nr. 7 Domprobstei 1497-1503 mit schönem Innenhof
- Nr. 6 Domherrenhaus, 1726-28 auf älteren Mauern errichtet
- Nr. 5 Domdechantei 1526
- Nr. 3 ehemaliges Bischofsschloss Anfang 16. Jh., heute Amts- und
Kreisgericht; elbseitig schöne Aussicht
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Dom
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schon im 10. Jh. an dieser Stelle Bischofskirche, in
der 1. Hälfte 12.Jh. durch romanischen Neubau ersetzt, 1260 Baubeginn
des gotischen Doms und Skulpturen der Naumburger Meister,
Fürstenkapelle 1425, Georgskapelle (Grablege der Wettiner) um 1530,
Westtürme erst 1912 aufgesetzt
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Albrechtsburg
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1471 (–1525) von Albrecht von Westfalen
begonnen, wurde nie Residenz der Wettiner, da während der Bauzeit
Dresden ständige Residenz wurde; nach Auszug der Porzellanmanufaktur
1864 umfassende Restaurierung und Ausmalung durch Professoren der
Dresdner Kunstakademie mit Motiven der sächsischen Geschichte; Museum
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Prachtaussicht auf das Elbtal von der Knorre über den Proschwitzer
Katzensprung, den Heiligen Grund, Ratsweinberg bis zum Fürstenberg des
Spaargebirges |
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- die Leipziger Straße am elbseitigen Rand der Altstadt entlang zurück zum
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- interessante Höfe
- rechts das Stadttheater am Theaterplatz, dessen Kern das
mittelalterliche Gewandhaus bildet
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Straßencafés,
in denen man gemütlich von der alten Stadt und ihrem Gründer
Abschied nehmen kann. |
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Ende des Stadtrundganges
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